
Hiermit möchten wir Ihnen noch einen besseren Überblick über die allgemeinen Fragen geben und Ihnen helfen zu verstehen, was Endodontie bedeutet.
Es wurde bei Ihnen eine Wurzelbehandlung geplant, bei der Sie je nach Versicherungsstatus einen Eigenanteil zu tragen haben. Hiermit möchte ich Ihnen einen Einblick in die bevorstehende Behandlung geben und klären, wieso für Sie zusätzliche Kosten entstehen.
Sollten Sie danach noch Fragen haben, sind wir jederzeit für Sie da!
Wie auf dem Bild zu sehen ist, befindet sich im Inneren des Zahns die Pulpa (Nervhöhle). In dieser sind eine Arterie, eine Vene, ein Lymphgefäß und ein Nerv enthalten.
Wenn Zahnfäulebakterien ein tiefes Loch im Zahn verursacht haben, können diese Zahnfäulebakterien in die Pulpa eindringen. Das kann zu sehr schmerzhaften Entzündungen des Nervs führen und das Nervgewebe zerstören. Wenn die Bakterien in das Wurzelkanalsystem eindringen, kommt es nach kürzester Zeit zu einer eitrigen Wurzelspitzenentzündung mit schweren Folgen: Schmerzen, „dicke Backe“, bis hin zu Knochenauflösung. Diese entzündlichen Prozesse können auch durch Knirschen oder Zahnfrakturen (zerbrochene Zähne) entstehen.
Hierbei wird das gesamte entzündete und mit Zahnfäulebakterien verseuchte Zahnmark entfernt, mit speziellen Geräten erweitert, gereinigt und mit bestimmten Flüssigkeiten desinfiziert und anschließend mit einem bakteriendichten Material (Guttapercha) verschlossen.
Die moderne Endodontie kommt aus der Schweiz und aus Amerika. Hierbei kommen modernste Technologien und Materialien zum Einsatz.
Ich richte mich nach amerikanischen Standards. Das heißt: Lupenbrille und Stereomikroskop, ein bakterienfreies Arbeitsfeld, spezielle Aufbereitungsmethoden, Nickel-Titan-Feilen (Bruchgefahr wird minimiert), elektronische Wurzelkanallängenmessungen und das Spülen der Wurzelkanäle mit antibakteriellen Mitteln sind nur ein Teil der Behandlung.